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Laufen: 5 Tipps, wie du als Laufmuffel mit Spaß einsteigen kannst

04/08/2019
Laufen

Immer wieder höre ich Dinge, wie „Ich hasse laufen.“, „Das ist einfach nichts für mich.“ oder „Ich werde das nie können.“… Da erkenne ich mich sehr gut wieder. Ich habe laufen früher auch gehasst! Abgrundtief sogar. Unter anderem hat der Schulsport mich früher sehr negativ geprägt in Bezug auf Laufen. Dennoch habe ich vor ca. einem Jahr mit dem Laufsport angefangen und empfinde sogar Freude dabei! Wie ich das gemacht habe, möchte ich dir heute erzählen.

Es gab Zeiten, da bin ich 5 Meter gejoggt und war schon außer Atem. Und das, obwohl ich immer sportlich war. Im Schulsport beispielsweise war laufen für mich immer der Horror. Wenn ich das Wort Coopertest höre, klingeln schon alle Warnglocken. Zurückblickend weiß ich allerdings, woran das wirklich lag. In der Regel hat man eine Doppelstunde Sportunterricht in der Woche. Das ein einziges Training die Woche nicht reicht, Ausdauer aufzubauen, ist eigentlich logisch. 😀

Aber früher wusste ich nicht viel über Sport. Auch zuhause habe ich es immer wieder mal probiert. Aber nichts hat mich dazu gebracht, Spaß dabei zu haben. Deswegen bin ich auch nie lange dran geblieben. Vor einem Jahr hatte ich jedoch eine ganz andere Motivation mit dem Laufen zu beginnen. Es gibt doch nichts schöneres als mit dem Partner das liebste Hobby zu teilen. Da habe ich es dann doch nochmal versucht. Und dieses Mal, mit mehr Know-How, hat es endlich geklappt. Ich habe Spaß dabei! Wie du das auch lernen kannst, zeige ich dir jetzt.

Nr. 1: Nimm dir nicht zu viel vor

Wie wir Menschen so sind, orientieren wir uns gern an anderen. Oftmals nehmen wir uns aber Personen zum Beispiel, die in keinster Weise unserer Situation entsprechen. Also schau dir bitte nicht den besten Marathonläufer der Welt an und laufe beim ersten Versuch auf Teufel komm raus 20 km! Beginn lieber langsam.

Lauf einfach los und schau, wie weit du kommst. Das ist dann dein Anhaltspunkt. Wenn du es schaffst, 5 Minuten am Stück zu laufen, dann lautet dein Training ab sofort 3 Mal 5 Minuten laufen mit 1-2 Minuten Gehpausen dazwischen. Wenn es 10 Minuten sind, umso besser. Passe es einfach deiner Situation an. Steigere dich dann langsam und in kleinen Schritten.

Nr. 2: Geh regelmäßig laufen

Ja! Am Anfang kostet es unglaublich viel Überwindung. ABER nach ein paar Wochen gehört es zu deinem Alltag und du denkst gar nicht mehr darüber nach, OB du laufen gehen sollst. Ausdauer ist etwas, was du nahezu jeden zweiten Tag trainieren kannst. Deswegen gehst du am besten anfangs so viel laufen, wie du kannst. Je schneller der Fortschritt eintritt, desto motivierter bist du weiter zu laufen. Aber nicht vergessen, ein Tag Pause sollte trotzdem dazwischen liegen.

Meiner Meinung nach, sind 3-4 Mal die Woche je 15 Minuten perfekt zum Einstieg. Du weißt, es ist schnell wieder vorbei. Du fühlst dich trotzdem super danach. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dich zu 15 Minuten überwinden kannst, ist sehr hoch. Mindestens solltest du jedoch zwei Trainingseinheiten die Woche schaffen. Ansonsten wird sich deine Ausdauer nur sehr langsam in kaum bemerkbaren Schritten verbessern. Und das frustriert nur!

Nr. 3: Seitenstechen überwinden

Kennst du das? Du läufst erst zwei, drei Minuten und schon fängt deine Brust an zu Stechen wie verrückt? Als ich anfing, haben mir ganz viele Läufer dazu geraten, die Zähne zusammen zu beißen und weiter zu laufen. Tatsächlich hat das geholfen! Ich hätte es selbst nicht gedacht, aber wenn du ein einziges Mal durchhältst und weiter läufst, dann hört es irgendwann auf. Und noch viel besser: Ich hatte seitdem nie wieder Seitenstechen!

Nr. 4: Besorge dir vernünftige Laufschuhe

Ich bin wirklich kein Freund davon, sich direkt am Anfang teures Equipment zu kaufen. Oft genug hört man ja auch nach paar Wochen wieder auf und das Zeug steht nur noch verstaubt in der Besenkammer. Bei Laufschuhen darfst du aber eine Ausnahme machen. Früher hatte ich einfach normale Turnschuhe zum Laufen angezogen. Jetzt kenne ich den Unterschied!

Es hat definitiv eine Weile gedauert, bis ich den richtigen Schuh für mich gefunden habe. Aber seitdem ist Laufen wirklich toll. Du brauchst einen Laufschuh, in dem du dich fühlst als würdest du fliegen. Deine Füße sollen sich gut anfühlen beim Laufen, und auch danach! Mir hat ein Schuh mit viel Dämpfung und Stabilität für die Knöchel sehr geholfen. Lass dich da auf jeden Fall in einem Fachgeschäft gut beraten.

Nr. 5: Laufe in der richtigen Kleidung

Es gibt echt nichts schlimmeres, als nach zwei Kilometern in Schweißausbrüchen sich aus allen Jacken und Mützen zu schälen und dann weißt du nicht wohin damit! Aber woher weißt du, wie dick du dich anziehen musst? Ein guter Anhaltspunkt ist das Wetter. Stell dich ein paar Minuten vor die Tür. Wenn du leicht fröstelst, ist es genau richtig. Denn in spätestens 500 Metern wird dir warm genug sein.

Im Sommer kannst du natürlich meistens eine kurze Hose und ein Top anziehen. In allen anderen Jahreszeiten kann ich dir empfehlen ein bisschen zu experimentieren. Ich nutze gerne dünne Laufhandschuhe, ein Stirnband und ein Halstuch, wenn es etwas kühler ist. Wenn es regnet und kühl ist, solltest du auf jeden Fall eine dünne wasserdichte Laufjacke anziehen.

Fazit

Mit diesen Tipps dürftest du die ersten vier Laufwochen überstehen. Ich hoffe, ich konnte dir etwas Hilfreiches an die Hand geben! Über Feedback würde ich mehr sehr freuen. Vielleicht hast du auch selbst Tipps, wie man als Laufanfänger durchhalten kann? Schreib mir deine Ideen gerne in die Kommentare!

In meinem folgenden Blogbeitrag erfährst du 5 weitere Tipps, wie du als Laufanfänger langfristig motiviert bleibst. Den werde ich dann hier verlinken. Falls du auch über andere Themen von mir lesen willst, stöber doch einfach mal durch meinen Blog. Suchst du einen guten Laufblog? Dann kann ich dir BeVegt sehr empfehlen!

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